Mieterwechsel: Nebenkosten richtig aufteilen
Stand: Oktober 2026 · Rechenhilfe, keine Rechtsberatung
Kurz gesagt: Zieht ein Mieter mitten im Jahr aus oder ein, bekommt jeder Mieter eine eigene Abrechnung für seine Mietzeit. Kosten nach Fläche, Personen und Einheiten werden tagesgenau geteilt, Verbrauchskosten nach Zwischenablesung. Leerstand dazwischen zahlt der Vermieter.
Schritt für Schritt
- Mietzeit festhalten: Auszugstag des alten und Einzugstag des neuen Mieters.
- Zähler ablesen: Wasser, und bei Heizkosten den Messdienst um eine Zwischenablesung bitten (sie ist bei Nutzerwechsel vorgesehen).
- Zeitanteil berechnen: Miettage ÷ Tage des Abrechnungszeitraums.
- Kosten verteilen: Kosten × Flächenanteil × Zeitanteil.
- Vorauszahlungen abziehen: nur die Monate, die der jeweilige Mieter gezahlt hat.
Rechenbeispiel
Haus 210 m², Grundsteuer 620 € für 2026 (365 Tage). Wohnung 75 m².
| Zeitraum | Tage | Anteil Grundsteuer | |
|---|---|---|---|
| Alter Mieter | 01.01. – 30.06. | 181 | 620 € × 75/210 × 181/365 = 109,80 € |
| Leerstand | 01.07. – 31.07. | 31 | trägt der Vermieter |
| Neuer Mieter | 01.08. – 31.12. | 153 | 620 € × 75/210 × 153/365 = 92,82 € |
Die Summe der Mieteranteile ist kleiner als der Anteil der Wohnung – die Differenz ist der Leerstand und bleibt beim Vermieter.
Häufige Fehler
- Den neuen Mieter das ganze Jahr zahlen lassen.
- Leerstandskosten auf die übrigen Mieter verteilen (unzulässig).
- Vorauszahlungen für 12 Monate abziehen, obwohl nur 6 gezahlt wurden.
- Keine Zwischenablesung – dann wird beim Verbrauch geschätzt, und das sorgt für Streit.
Mit NebenkostenKlar
Tragen Sie für die Wohnung einfach zwei Mietverhältnisse mit Ein- bzw. Auszugsdatum ein. Der Rechner zählt die Tage, verteilt automatisch und zeigt in der Übersicht, welcher Betrag beim Vermieter bleibt.